Landschaftsarchitekturbüro Dipl.-Ing. Martina Hoff

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Schulhofprogramm Gelsenkirchen Bismarck/ Schalke-Nord

Herausgeber: Stadt Gelsenkirchen

Dokumentation SchulhofprogrammDie Stadtteile Bismarck und Schalke-Nord in Gelsenkirchen sind vom Strukturwandel in der Montanindustrie des Ruhrgebiets besonders stark betroffen. Ausgedehnte Industriebrachen sind sichtbarer Ausdruck der ökonomischen und sozialen Problemlagen. Die entstehenden "freien " Flächen, wie etwa das Gelände des Bergwerks Consolidation 3/4/9,stehen im Kontrast zu den dicht bebauten Wohnquartieren, in denen öffentlich nutzbare Frei- räume fehlen. Im Rahmen des Stadtteilprogramms Bismarck/ Schalke-Nord bestand die Chance, die Schulhof- flächen in ihrer Funktion und in ihrer Gestaltung für Schule und Stadtteil aufzuwerten. Diese bislang weitgehend asphaltierten Flächen, die für die schulische und außerschulische Nutzung durch Kinder und Jugendliche nur wenig Anreize boten, sollten zu lebendigen Lebens- und Lernorten im Stadtteil werden. Ziel der Umgestaltungen waren dabei nicht allein bauliche Veränderungen, sondern auch die Initiierung sozialer Prozesse, die über die Schulen hinaus in den Stadtteil hineingreifen. 1995 begann die Stadt Gelsenkirchen im Rahmen des Stadtteilprogrammes Gelsenkirchen Bismarck/ Schalke-Nord mit der Konzipierung des Schulhofprogramms. Das Landschaftsarchitekturbüro Hoff aus Essen erhielt 1996 den Auftrag, für die anstehen- den Baumaßnahmen gemeinsam mit den Schülern, Lehrern und Eltern Pläne zu entwickeln und deren Umsetzung zu begleiten. Seither wurden die Planungen mit allen 6 Schulen in Gelsenkirchen Bismarck/Schalke-Nord erarbeitet und von 1997 bis 1999 von der Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahme der GABS unter Einbeziehung der Schulen bei Bau-, Pflanz- und Spielaktionen umgesetzt.