Herausgeber: Stadt Gelsenkirchen
Die Stadtteile Bismarck und Schalke-Nord
in Gelsenkirchen sind vom Strukturwandel in der Montanindustrie
des Ruhrgebiets besonders stark betroffen. Ausgedehnte Industriebrachen
sind sichtbarer Ausdruck der ökonomischen und sozialen Problemlagen.
Die entstehenden "freien " Flächen, wie etwa das
Gelände des Bergwerks Consolidation 3/4/9,stehen im Kontrast
zu den dicht bebauten Wohnquartieren, in denen öffentlich
nutzbare Frei- räume fehlen. Im Rahmen des Stadtteilprogramms
Bismarck/ Schalke-Nord bestand die Chance, die Schulhof- flächen
in ihrer Funktion und in ihrer Gestaltung für Schule und
Stadtteil aufzuwerten. Diese bislang weitgehend asphaltierten
Flächen, die für die schulische und außerschulische
Nutzung durch Kinder und Jugendliche nur wenig Anreize boten,
sollten zu lebendigen Lebens- und Lernorten im Stadtteil werden.
Ziel der Umgestaltungen waren dabei nicht allein bauliche Veränderungen,
sondern auch die Initiierung sozialer Prozesse, die über
die Schulen hinaus in den Stadtteil hineingreifen. 1995 begann
die Stadt Gelsenkirchen im Rahmen des Stadtteilprogrammes Gelsenkirchen
Bismarck/ Schalke-Nord mit der Konzipierung des Schulhofprogramms.
Das Landschaftsarchitekturbüro Hoff aus Essen erhielt 1996
den Auftrag, für die anstehen- den Baumaßnahmen gemeinsam
mit den Schülern, Lehrern und Eltern Pläne zu entwickeln
und deren Umsetzung zu begleiten. Seither wurden die Planungen
mit allen 6 Schulen in Gelsenkirchen Bismarck/Schalke-Nord erarbeitet
und von 1997 bis 1999 von der Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahme
der GABS unter Einbeziehung der Schulen bei Bau-, Pflanz- und
Spielaktionen umgesetzt.