Landschaftsarchitekturbüro Dipl.-Ing. Martina Hoff

Philosophie

Mit den Menschen

Menschen gestalten ihre Umwelt nicht immer aus freien Stücken, aber sie gestalten sie immer selbst. Planerische Aufgaben sind deshalb nicht nur mit einer Zielrichtung zu verwirklichen, sondern müssen das Umfeld, müssen Erfahrungen und Handlungsmöglichkeiten der Akteure und Nutzer in den Entwicklungsprozess einbeziehen. Handlungsinstrumente für einen kommunikativen Planungsprozess gehören deshalb zur Projektbearbeitung in der Freiraum- und Landschafts­planung und reichen zum Teil bis in den Bauprozess hinein.

Methodisch auf die Situation und die Zielgruppen zugeschnittene Formen der Beteiligung bringen eine Vielzahl verschiedener Standpunkte in Einklang, suchen konsensfähige Ergebnisse und vermitteln sie bei Bedarf durch eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit. Planungsworkshops, Perspektivenwerkstätten, gemeinschaftliche Ortsbegehungen oder Planungen im Modell beziehen die Erfahrungen, Bedürfnisse und Visionen von Menschen jeden Alters in den Planungsprozess ein. Werkstattgespräche mit Akteuren und Institutionen bringen Transparenz in Rahmenbedingungen und Entscheidungswege. So ist es möglich, komplexe Zusammenhänge vor Ort anschaulich darzustellen, Situationen bewusster wahrzunehmen und eine Akzeptanz für Veränderungen zu erreichen. Es entstehen Planungen, die einen breiten Konsens herstellen und darstellen.

Die langjährigen Erfahrungen bei der Durchführung und Organisation solcher Planungs- und Umsetzungsprozesse werden in Form von Veröffentlichungen und Fortbildungsangeboten weitergegeben.

Mit der Natur

Eine nachhaltige Entwicklung von Siedlung und Landschaft erfordert fundierte Planungen, die der Verknappung natürlicher Ressourcen und den Beeinträchtigungen der Belange von Naturschutz und Erholung entgegenwirken. Von der Leitbildentwicklung im ländlichen Raum, landschaftspflegerischen Begleitplänen bis zur touristischen Konzeption kommt es darauf an, der Komplexität ökologischer und funktionaler Zusammenhänge gerecht zu werden. Landschaftsbezogene Planungs- und Entwicklungsaufgaben sind daher projektabhängig eingebunden in eine querschnittsorientierte Betrachtungsweise, die durch interdisziplinäre Teams ökologische, soziale und ökonomische Gesetzmäßigkeiten einbezieht.

Raumstrukturorientierte Entwurfskonzepte sorgen in der Freiraumplanung dafür, dass sich Räume, unabhängig von der Ausstattung, nachhaltig flexibel wandelnden Nutzungsanforderungen anpassen. Ressourcenschonende Bau- und Verfahrensweisen wie Entsiegelung und Regenwasserversickerung, Wiederverwendung von Materialien, sorgsames Bodenmanagement an kritischen Standorten sind in die Gesamtgestaltung integriert und nicht künstlich aufgesetzt. Pflanzen- und Materialwahl berücksichtigen vor dem Hintergrund der Herstellung und Unterhaltung die langfristige Nutzbarkeit.

Bewusste Wahrnehmung ist Voraussetzung für einen schonenden Umgang mit Natur und Umwelt. Umweltpädagogische Aktionen, Ausstellungsmanagement und Veröffentlichungen ergänzen daher die planerische Tätigkeit.

Mit dem Raum

Freiräume zum Leben, Heimat finden und Wohlfühlen entstehen nicht nur durch Orientierung an Bedürfnissen und Funktionen, sondern erfordern Gestaltung und Umgang mit Form und Farbe. Freiräume sind voller Kontraste – lebendig/trist, laut/leise, grün/steinern, weit/eng, hell/dunkel, schön/hässlich. Lust, Freude und Neugier an Planungsaufgaben in Stadt und Land lässt Fantasien und Bilder wachsen, die durch genaue Bestandserhebung, Beschäftigung mit dem Ort und seiner Geschichte und der Erfassung neuer Anforderungen in realisierbaren Konzepten aufgearbeitet werden. Planung für Freiräume nutzt den Frei-Raum zwischen Geld, DIN-Normen und Gesetzen zur Umsetzung kreativer Ideen. Formal-gestalterische Leitideen verbinden sich mit funktionalen, technischen, finanziellen und ökologischen Aspekten.

Lebendig werden Freiräume dadurch, dass sie Raum anbieten für die Entwicklung von Leben. Kinder lernen und erfahren sich und ihre Umwelt am besten in spielerischer Auseinandersetzung mit einer vielfältigen, naturnahen Umgebung, in der Pflanzen und Tiere einen Platz finden. Erwachsene suchen unterschiedliche Freiräume und Landschaftsräume, die Platz bieten für Präsentation, Aktivitäten oder Erholung. Pflanzen- und Tierwelt brauchen freie Rückzugsräume in einer enger werdenden Welt. Das Leben erobert sich den Frei-Raum.